Fro­he Weih­nach­ten und ein gutes Neu­es Jahr 203

Das Volk, das in der Fins­ter­nis ging, /​ sah ein hel­les Licht; über denen, die im Land des Todes­schat­tens wohn­ten, /​ strahl­te ein Licht auf.

Jesa­ja 9,1

Die Tage sind kurz im Win­ter, aber nicht nur des­we­gen haben wir das Gefühl, im Dun­keln zu leben. So vie­le gesell­schaft­li­che Pro­ble­me und poli­ti­sche Kri­sen berei­ten uns aktu­ell Sor­ge: der Kli­ma­wan­del, der Krieg in der Ukrai­ne, viel­leicht auch per­sön­li­che Zukunfts­ängs­te. Mehr noch als sonst scheint die Bot­schaft von Weih­nach­ten in eine offe­ne und unsi­che­re Zukunft gesprochen.

Umso mehr seh­nen wir uns danach, dass sich für uns die Zusa­ge des Pro­phe­ten Jesa­ja bewahr­hei­tet: »Das Volk, das in der Fins­ter­nis ging, sieht ein hel­les Licht!« In dem Weih­nachts­bild von Rogier van der Wey­den ist die­ses Licht ange­deu­tet: Zag­haft leuch­tet der Stern – noch halb ver­deckt von dem ärm­li­chen Stall – in die Krip­pe. Doch das Licht reicht aus, um einen Wider­schein in den Gesich­tern der­je­ni­gen her­vor­zu­ru­fen, die von ihm getrof­fen wer­den und sich von der Geburt des Kin­des im Stall berüh­ren lassen.

rogier columba 01

Ich hof­fe, dass auch unse­re Her­zen vom Licht der Weih­nachts­bot­schaft erfüllt wer­den und dass wir die­ses Licht aus­strah­len, wo Dun­kel­heit um uns her­um ist. »Auf dem dunk­len Pfad, auf dem ein Mensch hier auf Erden gehen muss, gibt es gera­de so viel Licht, wie er braucht, um den nächs­ten Schritt zu tun. Mehr wür­de ihn nur blen­den.« So bringt der jüdi­sche Phi­lo­soph und Auf­klä­rer Moses Men­dels­sohn unse­re Situa­ti­on auf den Punkt.

Unser Dank gilt allen allen, die unse­rer Cam­pus­ge­mein­de und den Auf­ga­ben der Hoch­schul­seel­sor­ge ver­bun­den sind und uns im abge­lau­fe­nen Jahr auf viel­fäl­ti­ge Wei­se unter­stützt haben. Allen Stu­die­ren­den, Leh­ren­den und Mit­ar­bei­ten­den, die unse­re Akti­vi­tä­ten und Pro­jek­te mit viel Sym­pa­thie, ehren­amt­li­cher Arbeit und finan­zi­el­ler För­de­rung mit­ge­tra­gen haben, sagen wir ein ganz herz­li­ches Dan­ke­schön für ihre Treue und Ver­bun­den­heit. Sie alle haben damit Licht in die Dun­kel­heit gebracht: so etwa bei der Fei­er unse­rer Got­tes­diens­te oder durch den Erlös unse­res Advents­mark­tes auf dem Cam­pus. Mit mehr als 5000 EUR kön­nen wir unser Part­ner­pro­jekt AMANECER unter­stüt­zen und unser Licht zu den Stra­ßen­kin­dern in Boli­vi­en tragen.

Wir freu­en uns auf ein Wie­der­se­hen und wün­schen allen ein fro­hes und geseg­ne­tes Weih­nachts­fest und ein glück­li­ches, gesun­des Neu­es Jahr 2023!
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