Freie Ent­fal­tung geschlecht­li­cher Iden­ti­tä­ten und sexu­el­ler Orientierungen

Der Vor­stand des Forums Hoch­schu­le und Kir­che (FHoK) for­dert anläss­lich der Über­ga­be der Peti­ti­on der Initia­ti­ve #OutInChurch an die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz die freie Ent­fal­tung geschlecht­li­cher Iden­ti­tä­ten und sexu­el­ler Ori­en­tie­run­gen im Raum der Kirche. 

Am 9. März über­ga­ben Vertreter:innen der Initia­ti­ve #OutInChurch im baye­ri­schen Vier­zehn­hei­li­gen über 118.000 Unter­schrif­ten an die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz. Die 125 Katho­li­schen Hoch­schul- und Stu­die­ren­den­ge­mein­den sehen in dem Erfolg der Kam­pa­gne #OutInChurch einen wich­ti­gen Schritt hin zu einer Kir­che, in der sich geschlecht­li­che Iden­ti­tä­ten und sexu­el­le Ori­en­tie­run­gen von jun­gen Erwach­se­nen frei von Dis­kri­mi­nie­rung ent­wi­ckeln kön­nen. In Hoch­schul­ge­mein­den begeg­nen sich Men­schen im Hori­zont ihres christ­li­chen Glau­bens, die geschlecht­li­che Iden­ti­tät und sexu­el­le Ori­en­tie­rung exis­ten­ti­ell beschäf­ti­gen. #OutInChurch hat offen­bart, wie sehr die gegen­wär­ti­ge kirch­li­che Ord­nung die Frei­heit von Christ:innen ein­schränkt. Das betrifft auch Men­schen, die nicht für die Kir­che arbeiten.

„Die Wür­de, Inte­gri­tät und die Unan­tast­bar­keit der Per­son unab­hän­gig von ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung und geschlecht­li­chen Iden­ti­tät sind Grund­wer­te für den Umgang mit Men­schen, die wir in unse­rer Kir­che bis­her ganz offen­sicht­lich nicht wirk­lich aner­kannt haben“, hält Frank Pät­zold, Hoch­schul­re­fe­rent des Bis­tums Hil­des­heim und Vor­sit­zen­der des FHoK, fest. „Das haben uns die­je­ni­gen Men­schen ins Bewusst­sein geru­fen, die auf­grund eige­ner Betrof­fen­heit mutig die Initia­ti­ve #OutInChurch gestar­tet haben. Ihre Akti­on hat uns vor Augen geführt, wie dis­kri­mi­nie­rend der Umgang unse­rer Amts­kir­che mit unter­schied­li­chen geschlecht­li­chen Iden­ti­tä­ten und sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen ist. Dass sich die Bischö­fe end­lich dar­an machen, die ent­spre­chen­den Bestim­mun­gen im Arbeits­recht zu strei­chen, ist über­fäl­lig und zu begrü­ßen. Aber damit ist es nicht getan; wir brau­chen bei dem The­ma eine Hal­tungs­än­de­rung in der gesam­ten katho­li­schen Kirche!“

Bild © sergiovisor_​ph /​ pixabay

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